Wartungsstützpunkt Essingen

Das Herzstück für die Fahrzeugtechnik

Schienenfahrzeuge müssen für ihren Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr regelmäßig kontrolliert, gepflegt, gewartet und instandgehalten werden. Der optimale Weg, die Wartung zu planen und den Einsatz der Fahrzeugflotte sicherzustellen, ist ein betriebseigener Wartungsstützpunkt.

Die Entscheidung für Essingen als Standort des Wartungsstützpunktes ist eine Entscheidung für die Region und bedingt durch eine einsatznahe Positionierung unserer Fachkräfte. Im Wartungsstützpunkt kümmern sich unsere Mitarbeiter gemeinsam mit den Fachleuten des Dienstleisters um die Instandhaltung und gewährleisten so den sicheren Einsatz unserer Züge. Auch unsere Leitstelle, die Betriebsplanung und die Personaleinsatzplanung steuern von hier aus die täglichen Abläufe. Damit ist der Wartungsstützpunkt in Essingen weit mehr als eine Werkstatt. Es ist das Herzstück unseres Betriebes in Baden-Württemberg.

11.400 Quadratmeter mit zugehöriger Gleisanlage und Anbindung an das bestehende DB-Streckennetz umfassen

  • eine Wartungshalle mit Werkstatt, Lager, Verwaltung und Sozialräumen für das Werkstattpersonal
  • eine eingehauste, etwa 120 Meter lange Außenreinigungsanlage
  • eine stationäre sanitäre Ver- und Entsorgung sowie
  • Bereiche für die Abstellung und Innenreinigung.



Daten zur Wartung

66 Züge werden in der Werkstatt reihum instand gehalten.     

40.000 Kilometer beträgt der Fristabstand zwischen zwei Instandhaltungen. Je nach Einsatz kommt ein Fahrzeug also im Schnitt spätestens alle 40 Tage zur großen Wartung in die Werkstatt.

2 Züge pro Tag durchlaufen die Werkstatt und werden fit gemacht für den Einsatz auf der Schiene.

2 bis 24 Stunden dauert ein Wartungsdurchlauf.

Ablauf eines Wartungsdurchlaufs

  • Bereitstellung des Fahrzeugs vor der Halle
  • Entsorgung von Abwasser
  • Versorgung mit Frischwasser
  • Einfahrt in die Halle
  • Eingangscheck des Fahrzeugs
  • Ausführen von Fristarbeiten gemäß Instandhaltungshandbuch
  • Beheben von vorgemeldeten Schäden und Instandsetzung des Fahrzeugs
  • Papierlose Dokumentation aller Arbeitsaufträge
  • Vier-Augen-Prinzip bei allen sicherheitsrelevanten Tätigkeiten
  • Endkontrolle aller Arbeiten
  • Ausfahrt aus der Halle
  • Abschließende Prüftätigkeiten unter Oberleitung 15 kV
  • Ggf. Außenreinigung des Fahrzeugs in der Außenreinigungsanlage
  • Betriebsfreigabe und Wiederinbetriebnahme gemäß ECM (Durchführungsverordnung (EU) 2019/779 „Entity in Charge of Maintenance“ = für die Instandhaltung zuständige Stelle)

 




Hintergründe zum Bau

Baubeginn/Fertigstellung
Februar 2017/September 2019

Architekt
"Planungsgemeinschaft Go-Ahead Wartungsstützpunkt", Gewinner – Bauplanung-Nord

Bauweise
Werkstatt: Tiefgründung, Stahlbetonskelettkonstruktion mit Porenbetonfassade, Photovoltaikanlage, Gründach
Verwaltung: Tiefgründung, Massivbau, Wärmedämmverbundsystem
Außenreinigungsanlage: Stahlbetonauffangwannen, Stahlkonstruktion mit Porenbetonfassade, Gründach