Stadtansicht und Burgberg (Foto: Catrin Pötzsch)

Burgenblick und Bachgeflüster

Von Möckmühl ins Hergstbachtal

Fränkisches Fachwerkidyll trifft auf Naturparadies: Die ca. 16 Kilometer lange Rundwanderung von Möckmühl im Nordosten Baden-Württembergs bietet eine reizvolle Symbiose aus mittelalterlicher Geschichte und grüner Oase. Von der romantischen Kulisse des Fachwerkstädtchens führt der Weg nach Korb und durch das Tal des Hergstbachs – ein Seitenarm der Jagst. Die Tour ist ein Highlight für alle, die weite Ausblicke und naturnahe Bachläufe lieben. 

Kurzbeschreibung

Anreise: RE8, Bahnhof Möckmühl
Takt: alle 60 min
Strecke: 16 km
Zeit: ca. 4,5 Stunden
Höhenunterschied: 250 m
Weg: Bahnhof Möckmühl – Rathaus – Alte Apotheke – Burg – Landgasthaus Krone – Hergstbachtal – Badestelle – Altes Pfarrhaus – Bahnhof Möckmühl

Tourenverlauf

Die Entdeckungstour führt vom Möckmühler Bahnhof (1) zum prächtigen Rathaus (2) des 16. Jahrhunderts am oberen Markt, dem Herzstück der Altstadt. Von hier aus startet der sportliche Teil der Route über die Treppe hinauf zum Schlossberg.

Rathaus, Oberer Markt (Foto: Catrin Pötzsch)

Wer möchte, nimmt links einen Abstecher über den Hexenturm, 1470 als Teil der Stadtmauer entstanden und einst als Gefängnis genutzt. Auf dem Schlossberg lohnt ein Blick auf die Alte Apotheke (3): Mit den verzierten Balken zeugt sie vom Wohlstand vergangener Tage. Weiter oben beeindruckt die Burg Möckmühl (4). Die Burg ist untrennbar mit Götz von Berlichingen verbunden, der hier im 16. Jahrhundert als Amtmann diente. Die Mauern der Befestigungsanlage umschließen den Kernort noch heute weitgehend und versetzen Besucher ins Mittelalter.

Alte Apotheke (Foto: Catrin Pötzsch)

Von der Burg geht es in Richtung Korb. Über Feld- und Wirtschaftswege führt die Route vorbei am Sturmhof sowie über den Große-Eiche-Weg und Hemmrichsweg durch liebliches Hügelland. Immer wieder eröffnen sich wunderschöne Ausblicke, bevor die Route hinab nach Korb führt. Dort angekommen, bietet das Kneipp-Becken auf Höhe des Dorfbrunnens eine Erfrischung. Fränkische Gastlichkeit zeigt sich im traditionsreichen Landgasthaus Krone (5), das mit seinen regionalen Spezialitäten zur Rast einlädt. Von dort geht es weiter ins Hergstbachtal (6). Sanfte Wiesenauen und das leise Glucksen des Wassers laden zu einer Pause am Bachufer ein.

Ruchsen, Badeplatz am Wehr (Foto: Catrin Pötzsch)

Ein besonderes Highlight ist das Naturschutzgebiet Weinberg. An den Hängen wächst eine Vielzahl an Wildkräutern, und der Duft des wilden Thymians – auch als Quendel bekannt – liegt in der Luft. Das von Hildegard von Bingen geschätzte Kraut findet sich auch an sonnigen Wegrändern außerhalb des Schutzgebiets. Hier dürfen Kräuter – schonend und in kleinen Mengen – gepflückt werden. Daraus lassen sich z.B. schöne Duftsäckchen zum Aromatisieren von Wohnräumen herstellen (siehe Basteltipp S. 16).

Die Route führt weiter nach Ruchsen. Vor der Jagstbrücke bietet sich an heißen Tagen ein Abstecher zur Ruchsener Badestelle (7) an. Nach der Brückenüberquerung geht es rechts ab. Auf dem Radweg wandert man am Ufer der Jagst entlang zurück nach Möckmühl. Bevor der Bahnhof erreicht wird, begegnet einem am Alten Pfarrhaus (8) noch einmal große Geschichte: Hier lebte Louise Franckh, die Schwester des Dichters Friedrich Schiller, als Pfarrfrau. Mit diesen Eindrücken erreicht man wieder den Ausgangspunkt der Wanderung.

Infos

Weitere Tipps für Ausflüge im bwegt-Netz gibt es unter www.bwegt.de/wandern

Die Fahrpläne, der von Arverio Baden-Württemberg
betriebenen Linien im Überblick.

Unsere Liniennetzübersicht, das Stuttgarter Netz und Murrbahn
und das Streckennetz Baden-Württemberg-Tarif auf einer Seite.